Sonntag, 3. Oktober 2010

Kolchosen

Das scheint eher das wahre Leben zu sein.
Ich habe heute ausgeschlafen und bin erst um kurz nach 6 Uhr aufgestanden.
Meine Beine waren von den gestrigen Tempoeinheiten noch sehr schwer.
Nach einem herrlichen Fruehstueck habe ich mich aber doch von dem traumhaften Wetter inspirieren lassen und bin bei 19 Grad im Schatten, aber Sonne und blauer Himmel pur zu einem wieder etwas laengerem Lauf durchgestartet.
Endlich habe ich mich auch einmal aus dem Compound herausgetraut, bin auf den langen Beiqing Highway abgebogen. Diesen kann man wirklich endlos laufen. Irgendwie erinnerte mich das an meine kanadischen Laeufe, die mich meist in die Yonge Street fuehrten. Diese ist 1900 KM lang....
Wir wohnen ja schon am absoluten Rand dieser schier endlos gewaltigen Stadt und ich lief den naechsten kleineren Staedten und Doerfern entgegen. Links und rechts Kolchosen frueherer Art, die mich stark an die fruehere DDR erinnerten und auch grosse und moderne Industriegebiete.
Irgendwie faszinierend, extrem viele fleissige Menschen unterwegs. In den Doerfern bildet sich dann direkt am Buergersteig, in unmittelbarer Naehe zur Strasse ein improvisierter Markt, wo frisches Obst, Gemuese, Eier, Huehner und alle moeglichen Produkte angeboten werden. Einfach cool.
Ich bin einfach knapp 10,3 KM geradeaus gelaufen und das im genussvollen 6.30er bis 6.50er Tempo. Einfach nur Land, Leute, Umgebung und vor allem das fantastische Wetter geniessen.
Zurueck lief ich dann aber wieder recht flott zwischen 4.50 und 5.30 pro KM und kam nach 21,5 KM in 2:08h zuhause an.
Einfach schoen und unglaublich. Ich war doch anfangs ziemlich platt und hatte nach dem ruhigen Auftakt nicht gedacht, dass ich mir noch einen echten Tempolauf abringen koennte...
Nachmittags waren wir mal zur Massage. Eine Stunde intensiv, aber dennoch geschmeidig und angenehm und v.a. entspannend. Wunderschoene Musik und hinterher habe ich mich einfach toll gefuehlt.

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