Sonntag, 28. Februar 2010

Winter ade!?

Eigentlich wollte ich ja mit dem Thema Winter abschließen, aber gestern bekam ich die CD von meiner Lauffreundin Kerstin zum Thema "Rodgau Ultra".
Die Bilder haben mir irre gut gefallen, weil sie deutlich machen, wieviel Spaß, Vergnügen, aber auch Qual in einem solchen Lauf steckt.
Vielen Dank an Kerstin, bzw. ihren Mann, der 6 Stunden in der Kälte ausharrte und ein Foto nach dem anderen machte... einfach Klasse.





Sonne statt Regen

Bin heute Morgen wie immer um 4.30 Uhr aufgestanden und sah als erstes den strömenden Regen.
Folglich disponierte ich um und ging 90 Minuten zu McFit trainieren.
Danach ging es nach Hause. Ich habe dann in aller Ruhe ein Frühstück zubereitet und bin danach noch einmal gegen 9.00 losgejoggt.
Das Wetter war mittlerweile schön geworden. 13 Grad, abwechselnd bewölkt und gelegentlich bewölkt, allerdings bei einem zeitweise kräftigen Wind.
Zur Erreichung meines Monatszieles musste ich unbedingt die Halbmarathondistanz laufen.
Genau das habe ich auch gemacht.
21,1 KM in 1:56:14 h!
Ein ordentliches 5.30er Tempo und somit ein sportlicher Tag.
Insgesamt 430 KM bin ich im Februar gelaufen.
Im März nehme ich mir noch einmal 500 KM vor und insbesondere beim Gewichtsmanagement muss mir nun endlich der Durchbruch gelingen.
Erreichen möchte ich diesen mit 3 Obst - und Gemüsetagen pro Woche.
Cross your fingers.

Willensstärke

Die Folgen der Zahn - Operation machten mir doch ganz schön zu schaffen.
Eigentlich signalisierte mein Körper...höre auf den Zahnarzt und bleibe liegen.
Andererseits will ich diesen Monat unbedingt die angestrebte KM - Leistung von 425 schaffen und das wird nur klappen, wenn ich heute laufe...
Ich wälzte mich einige Male hin und her und dann...auf den letzten Drücker ging es los.
Die kalte Luft tat meiner dick geschwollenen Backe gut und so absolvierte ich bei guten Bedingungen und 8 Grad meine 13er Hausstrecke in akzeptablen 1:15:03h.
Hinterher ging es mir aber nicht mehr so blendend, so dass ich beschloss, in Weiterstadt keine Pausenrunde zu drehen.
Morgen folgt meine 20er Runde und dann habe ich mein SOLL wirklich gemeistert.

Freitag, 26. Februar 2010

Taille verrät Risiko für Herz und Kreislauf

Das ist sehr interessant.
Ich habe kürzlich bereits gelesen, dass die Reduktion des Taillenumfangs eine bessere Messlatte als der BMI ist.

Aus Fit For Fun.de

FIT FOR FUN - 26.02.10, 12:52
http://www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/uebergewicht-taille-verraet-risiko-fuer-herz-und-kreislauf_aid_7935.html

Übergewicht
Taille verrät Risiko für Herz und Kreislauf
Für gefährliches Übergewicht gibt es viele Formeln und Indizes.
Eine neue US-Studie belegt nun:
Das Verhältnis von Taille zu Körpergröße liefert die besten Ergebnisse.
Übergewicht ist nach wie vor der größte Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Doch wie schwer ist zu schwer? Um diese Frage zu beantworten, haben Wissenschaftler Formeln wie etwa den Body-Mass-Index (BMI) oder den Waist-to-hip-Ratio entwickelt. Auch anhand des Körperfettanteiles oder des Bauchumfangs lässt sich beurteilen, ob Sie in Zukunft den Gürtel etwas enger schnallen sollten. Doch welche Berechnung ist die genaueste?

Taillenumfang geteilt durch Körpergröße

Mediziner der Harvard Medical School in Boston beobachteten 16.332 Männer und 32.700 Frauen mit dem Ergebnis, dass das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße am ehesten darauf schließen lässt, ob das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt. Demnach ist für Männer das Risiko am geringsten, wenn der Quotient unter einem Wert von 0,45 liegt und steigt überproportional an ab einem Quotienten von über 0,69. Für Frauen liegen die Werte bei unter 0,42 und über 0,68.

Auch geeignet: BMI & Co
Die Forscher wiesen jedoch auch daraufhin, dass auch die anderen gängigen Formeln durchaus brauchbare Werte liefern. Ebenfalls ein probates, einfaches Mittel ist der Bauchumfang, gemessen zwischen dem unteren Rippenbogen und der Oberkante des Hüftknochens. Ein erhöhter Bauchumfang liegt bei Männern ab 94 und bei Frauen ab 80 Zentimetern vor. Ein erhöhtes Risiko bei Männern ab 102 Zentimetern, bei Frauen ab 88Zentimetern. Figur-Check für Fortgeschrittene...

Rechenhilfen für Sie
Nach wie vor am verbreitetsten zur Beurteilung von Unter-, Normal und Übergewicht ist der Body-Mass-Index (BMI), der mit folgender Formel berechnet wird: BMI = Körpergewicht in kg geteilt durch (Körpergröße in m)2. Oder Sie nutzen einfach unseren BMI-Rechner. Ob Sie im Bereich des Normalgewichtes liegen, hängt von Ihrem Alter ab. Folgende Werte werden zudem, teilweise abweichend von unserem Rechner, von der World Health Organisation (WHO) empfohlen:

Copyright © by Fit For Fun

Unvernunft

So, die Zahn - OP ist einigermaßen gut verlaufen.

Es gab eine Komplikation, die dazu führte, dass ein bereits "eingepflanztes" Implantat wieder entfernt und durch ein anderes ersetzt werden musste.
Dadurch dauerte das Ganze fast 1 1/2 Stunden.
Der Zahnarzt verschrieb mir letztlich ein Antibiotikum und Schmerztabletten.
Außerdem klärte er mich darüber auf, dass ich eine Woche keinen Sport betreiben dürfte.
Nach längerer Diskussion schränkte er das etwas ein.
Ich darf laufen und Kraftsport machen, wenn ich die Herzfrequenz nicht allzu hoch treibe, also deutlich innerhalb der Komfortzone bleibe.
Vielleicht nutze ich den erzwungenen freien Tag dann doch noch zu einem leichten Training bei McFit. Die Betäubung hat jetzt nachgelassen und der Schmerz ist nicht zu groß.
Übrigens, zum Thema Tempolauf von heute morgen hat mir dieses Zitat sehr gut gefallen, dass ich in der Toastmasters - Zeitschrift gelesen habe:

Das Leben beginnt erst am Ende Deiner Komfortzone.

"Verfluchter Buddy"

In Nordamerika bezeichnet man gute Kumpels als Buddies.
Auch Lauffreunde können in diese Kategorie gehören.
Heute wollte ich mich bei meinem Lauffreund Reinhard einklinken.
Ich habe noch seine Worte im Ohr...einlaufen und dann 2 KM im 5er Tempo.
Nun, das stimmte auch.
Wir liefen uns 2 KM ein und dann ging es flott zur Sache. Anfangs auch im 5er Tempo, aber den überwiegenden Teil der kommenden 6 KM absolvierten wir eher in 4.30 pro KM.
Ich fluchte vor mich hin und hatte wirklich Probleme den Anschluss zu halten.
Allerdings fühle ich mich derzeit nicht in Topform, meine Atmung ist recht flach und schwerfällig, but no excuses.
Unter dem Strich war es einfach nur Klasse, denn alleine würde ich mich dazu nicht aufraffen.
Wir liefen noch gut 1,5 KM entspannt weiter, bevor sich unsere Wege trennten.
Meinen letzten KM ging ich noch einmal im 5er Tempo.
Trotz der Ruhephasen schafffte ich die 13 KM Strecke in 1:06:38.
So, nun folgt der schwere Gang zum Zahnarzt, wo ich heute 2 Implantate gesetzt bekomme und dann folgt eine Ruhephase.

Laufen und Krafttraining

aus "Fit For Fun" zum Thema "Krafttraining und Laufen":

Laufen plus Krafttraining
Perfektes Fatburning

Ein Kraft-Workout für Läufer macht Sie rundum stark und schenkt wichtige Muskeln zum Kalorien-Killen. Denn beim Laufen bleiben andere Muskeln auf der Strecke.
Krafttraining für Läufer hat einen doppelten Effekt, denn Muskeln sind nicht nur schön, sondern machen auch schlank. Zum einen straffen sie die Haut, zum anderen ist jeder Muskel ein kleines Kraftwerk – das Power bringt, aber auch Energie verbraucht. Das größte Stoffwechselorgan benötigt im Ruhezustand rund 30 Kalorien pro Kilogramm Muskelmasse am Tag – und verheizt damit deutlich mehr als Fett, das mit etwa 5 Kalorien pro Tag und Kilo taxiert wird.

Krafttraining: 2 x 20 Minuten pro Woche
Experten raten Einsteigern zum Einsatztraining der Muskulatur – also pro Übung nur einen Durchgang mit zwölf Wiederholungen. „Am Anfang reicht ein sanftes Workout, bei dem Sie nicht an die Belastungsgrenze gehen“, sagt FIT FOR FUN-Experte Elmar Trunz-Carlisi vom Institut für Prävention und Nachsorge (IPN) in Köln. Und mit zwei Einheiten pro Woche à 20 Minuten ist der Aufwand überschaubar. „Nach drei Monaten erhöhen Sie die Intensität, um weiterhin Fortschritte zu erzielen. Etwa mit einem Satztraining mit zwei bis drei Serien.“

Der Reihe nach

Wer im Studio vor allem das Fatburning anfeuern möchte, legt das Ausdauer vor das Krafttraining und bewegt sich im aeroben Bereich. „So sprechen Sie optimal den Fettstoffwechsel an“, erklärt Elmar Trunz-Carlisi. Denn stemmen Sie zuerst die Hanteln, würgt das Laktat die Fettverbrennung beim anschließenden Laufbandtraining ab. Bewegen Sie die Gewichte in erster Linie, um Muskeln aufzubauen, können Sie mit Krafttraining starten. „Das Ausdauertraining sollte betont locker sein, um das angehäufte Laktat abzubauen und die Regeneration zu beschleunigen“, so Trunz-Carlisi.

Koordination verhindert Verletzungen
Ganz besonders sollten Sie die Muskeln trainieren, die beim Joggen nicht zum Zuge kommen. Also Bauch und Brust-Schulter-Arm-Bereich. Für die Beine empfiehlt Trunz-Carlisi etwa Übungen auf Wackelbrettern: „So verbessern Sie das Zusammenspiel der Muskeln, stabilisieren die Gelenke und reduzieren das Verletzungsrisiko.“

Unser Experte

Elmar Trunz-Carlisi ist Sportwissenschaftler, Experte für Fitness und Gesundheits-sport sowie Leiter des Instituts für Prävention und Nachsorge (IPN) in Köln.

Donnerstag, 25. Februar 2010

25.02.2010

Das hat gut geklappt. Reinhard wartete um 5.00 Uhr am Treffpunkt und dann ging es gemütlich los.
Im 6er Tempo quer durch Wallstadt und Feudenheim.
Insgesamt gut 8 KM sind wir zusammen gelaufen.
Wetter war super, ca. 10 Grad, trocken, leichter Wind.
Dieses Mal war ich auch angemessen gekleidet.
Ich bin dann noch im gleichen Tempo die 2,5 KM um den Vogelstangsee herum und noch durch Wallstadt "getrabt".
Insgesamt waren es 13 KM in 77 Minuten.
Morgen treffe ich mich wieder mit Reinhard und schließe mich seinem Tempolauf an.
Am Vogelstangsee kam dann mal wieder ein größerer Hund auf mich zugestürmt.
Ich liebe diese Situationen, wo ein hilfloses Frauchen mehr oder weniger streng ein "ach, Du sollst doch keine anderen Leute erschrecken" von sich gibt.
Der Hund drehte dann ab und verschwand gemeinsam mit seinem Frauchen im Dunkeln.

Betriebssport

Cool.
12 Grad, leicht bewölkt und fast windstill...ideal!
Noch besser:
4 Jungs aus dem MM Weiterstadt laufen 8 KM fast komplett zusammen.
43 - 49 Minuten!
Die Begeisterung wächst und weitere Teilnehmer sind in den Startschuhen.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Fast zu schnell...

Unglaublich. Gestern habe ich noch bei Greif.de gelesen, dass es selten der Körper ist, der aufgibt, sondern meistens der Geist und, dass man oft viel mehr leisten kann, als man sich selbst in dem Moment zutraut, da widerfährt es mir selbst.

Bin heute morgen slowly gestartet.
Trocken, leichter Wind und mit ca. 10 Grad recht warm. Ich war definitiv zu warm gekleidet.
Geplant hatte ich eine 13er Runde im 6er Tempo pro KM...
Nach dem ersten sehr langsam gelaufenen KM (6.30er Tempo) traf ich meinen gelegentlichen Laufpartner Reinhard, der oft um diese Zeit und noch früher unterwegs ist.
Für ihn standen heute Tempoeinheiten auf dem Tapet.
3 x 7 Minuten im sehr flotten Tempo.
Das haben wir dann auch gemacht.
Teilweise lagen wir in diesen Phasen bei unter 4 Min. pro KM.
Meine Gesamtzeit lag bei 69 Minuten für 13 KM, was einem 5.20er Durchschnittstempo entspricht.
Das hört sich harmlos an, aber ich gebe zu, die 3 Einheiten à 7 Minuten haben mich in den Grenzbereich gebracht.
Ich werde mich jetzt öfter mit ihm verabreden. Hat Spaß gemacht.
Heute Nachmittag laufe ich noch eine kleine Einheit in Weiterstadt.

Talent + Laktattest

Peter Greif beleuchtet das Thema Laktattest so, dass es wirklich verständlich und nachvollziehbar erscheint:


Wo sitzt dein Talent?

Schlüsselwörter: Laktattoleranz, Laktattest, Übersäuerung, Ermüdungsfaktoren

Hallo und guten Tag liebe Läuferin, lieber Läufer!

Jeder von uns möchte gerne wissen, ob in ihm nicht noch ein paar versteckte Talente schlummern. In der letzten Woche hatten wir schon die wichtigsten Elemente des Talents "Wille" und die Muskelfaserzusammensetzung behandelt.

Es gibt über die wichtgsten Talente andere Meinungen.
Bei Sport und Training findet man an erster Stelle die Laktattoleranz.
Dieser Absatz ist später nachfolgend kursiv aufgeführt. Bitte lese ihn kritisch. Die Auswirkungen sind richtig beschrieben, aber das diese unmittelbar vom Laktat kommen sollen ist nach heutigem Kenntnisstand falsch.

Die Messung des Laktatgehalts ist ein beliebter Parameter um die körperliche Belastung zu ermitteln. Leider wird immer mehr klar, dass die Laktatmessung sehr ungenau ist. Einer der Gründe ist, dass die Auswirkungen einer Belastung in der Zelle wirksam werden, aber wir im Blut messen.

Exemplarisch für die Ungenauigkeit des Laktattest steht dieser Brief:
"Im Jahr 2007 habe ich eine Leistungsdiagnostik auf dem Laufband machen lassen. Zuvor gab es in der Zeitschrift Runners World einen Bericht. Also fuhr ich nach Köln (es war nicht die dt. Sporthochschule!) und lief auf dem Laufband was das Zeug hält. Um es abzukürzen: Das Ergebnis mit persönlicher Einschätzung des "Sportmediziners" wurde mit postalisch übersandt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine PB auf der Marathonstrecke von 2:41:15 h.

In dem Schreiben stand nun, dass rein rechnerisch eine Zeit von knapp unter 3:00 h realistisch sei (Messfehler ausgeschlossen!!!). Wo ich meine "Form" in der letzten Zeit verloren hätte, könne er sich auch nicht erklären. Vermutlich wäre ich die langen Läufe zu schnell gelaufen....blablabla.

Wirklich irritiert begann ich nun weiter nach Plan (nach deinem Plan) zu trainieren. Die Zeitvorgaben von dem Sportmediziner lagen weit unter deinen Tempoangaben. Irgendwann beschloss ich, einfach weiter nach Plan zu trainieren und lief im Oktober beim München Marathon 2:40:29!!

Daraufhin schrieb ich dem Sportmediziner eine E-Mail, mit dem Inhalt, dass ich mir für das Geld (115 €) besser ein paar neue Laufschuhe gekauft hätte und dass ich ihn bestimmt nicht weiterempfehlen könnte. Bis heute hat der "Fachmann" noch nicht mal den Mumm gehabt, mir zu antworten."

Thorsten Krebs, Mg. Nr.: 9303


Zu dem verunsicheren die aktuellen Schwellenkonzepte uns Läufer(innen), weil jede Hochschule einen eigenen Schwellenwert definiert. Prof. Dr. Kai Röcker bezweifelt sogar, dass es überhaupt eine Schwelle gibt.

Ferner hat sich gezeigt, dass das Laktat nicht der böse Leistungsminderer ist, sondern vom Organismus weiter verstoffwechselt und dabei Energie gewonnen wird. Was zurück bleibt ist ein Säurerest, dem man unter anderen den Leistungsabfall während einer intensiven Belastung zuschreibt. Aber auch das wird in der modernen Wissenschaft noch angezweifelt.

Eines aber sollten wir nie vergessen, der Hauptfaktor in diesem Geschehen ist immer der Sauerstoffmangel. Könnten wir auch bei höchsten Tempo genug Sauerstoff aufnehmen, brauchten wir uns über dieses Feld gar keine Gedanken zu machen.

Die weltweite Sportwissenschaft hängt sich voll in die "Laktatproblematik" rein und liefert immer neue Erklärungsversuche mit scheinbaren Beweisen. Man muss aber auch heute noch vorsichtig sein mit diesen Erkenntnissen. Im Grunde genommen weiß niemand ganz genau, was denn nun eigentlich zu der schnellen Ermüdung bei hochintensiven Belastungen führt. Die bremsende Rolle von Interleukin-6 ist noch nicht vollständig geklärt. Auch Tumor-Nekrosefaktoren werden für den Leistungsabfall verantwortlich gemacht.

Andererseits könnte die große Leistungsbremse auch im fehlenden ATP oder im Gehirn selbst liegen, wenn es aufgrund von einer zu intensiven Leistung ein genetisch festgelegter Leistungsstop verfügt wird, um den Organismus vor Überforderung zu schützen.

Ich selbst tendiere zu letzterer These. Schon 1986 schrieb ich im "Count Down zur Bestzeit: Es ist immer der Geist der aufgibt, niemals der Körper."
Und das gilt für mich solange, bis die Wissenschaft das Gegenteil bewiesen hat. Aber was hilft uns das in der Praxis? Wir wissen doch, dass wir nicht zu schnell laufen dürfen, dann dann dreht uns irgend etwas den Leistungshahn zu. Und wir wissen auch, dass wir im Training immer wieder in die intensiven Bereich gehen müssen, um im Organismus eine Toleranz gegen den Leistungsabfall zu erzeugen.

Wir wissen also, wie wir gegen diesen Leistungsverlust trainieren müssen, aber nicht genau woher er kommt. Und somit können wir auch bei dem Gedankenmodell Laktat bleiben. Und dies so lange, bis vollständig geklärt ist, woher die großer Bremse bei zu hohem Tempo kommt. Im Hinterkopf sollten wir uns aber immer ganz genau daran erinnern, dass wir dort mit unsicheren Werten arbeiten.

Es ist in unserer Szene durchaus üblich mit Kausalketten zu arbeiten an deren Start Laktat steht. Wie: "Dann war ich übersäuert und mein Oberschenkel hat zu gemacht und als ich wieder langsamer lief und das Laktat wieder abgebaut war, ging es wieder." Von diesen Ursachenketten sollten wir uns trennen und besser von Ermüdungsfaktoren sprechen.

Nachfolgend jetzt der oben angekündigte der Text über "Laktattoleranz", welchen wir noch als Gedankenmodell nutzen können:

"Die Laktattoleranz ist die Fähigkeit, den Körper weiterarbeiten zu lassen, wenn sich Milchsäure oder Protonen in den Muskeln und im Blut angesammelt haben. Diese Form der Ausdauer ist in solchen Situationen besonders wichtig, in denen eine extreme Anstrengung länger als 10 Sekunden, aber höchstens 10 Minuten lang andauert.

Dies geschieht zum Beispiel auch, wenn bei längeren Events eine begrenzte extreme Anstrengung nötig ist, also beispielsweise die Bergaufstrecken beim Radrennen, die letzten 500 m beim Rudern oder die letzte Runde bei einem Bahnrennen.

"Extreme Anstrengung" bedeutet in diesem Fall, dass mehr Sauerstoff gebraucht wird, als durch aerobe Atmung geliefert werden kann. Der anaerobe Abbau von Glukose produziert Milchsäure. Wenn die Anstrengung nun länger als etwa 5 Minuten dauert, hat die Sauerstoffversorgung ihr Maximum erreicht.

Wenn die Anstrengung nun weiter andauert, lassen sich die ansteigenden Protonen in den Muskelkontraktionen nieder und das wiederum ruft Schmerzen hervor. Die offensichtlichsten Anzeichen dafür sind schweres Atmen und weniger geschmeidige Bewegungen, da einige Muskeln ihren Dienst versagen.

Man kann die Laktattoleranz durch Training verbessern. Ein Training, dass sowohl Schnelligkeit als auch Widerstand kombiniert, steigert die Fähigkeit der Muskelfasern, auch unter sauren Bedingungen weiterzumachen.

Bis zu einem gewissen Grad kann die Laktattoleranz auch durch reine Motivation unterstützt werden. Ein erfahrener Sportler kann auch dann weitermachen, wenn der Laktatwert ansteigt, da er die Erfahrung gemacht hat, dass der Schmerz auch wieder nachlassen wird.

Diätische Maßnahmen um die Laktattoleranz zu verbessern, wie beispielsweise durch die Einnahme von alkalischen Substanzen, haben sich nicht bewährt, da der pH-Wert des Blutplasmas trotzdem auf einem konstanten Niveau bleibt."

Also noch einmal: Die in diesem Absatz beschriebenen Auswirkungen von intensiver Belastung auf den Körper sind korrekt beschrieben, aber die Erklärung woher dieses alles kommt, ist nach heutigem Kenntnisstand offenbar falsch.

Kurz nach dem ich diese Zeilen ausgeschrieben habe, werde ich mich auf den Weg nach Spanien machen, um dort unseren Trainingsurlaub in Conil zu leiten. Ich weiß ja, jetzt kommt Neid auf, aber ich wünsche dir, dass der Schnee auch bei dir jetzt ganz schnell verschwindet und du auch endlich einmal wieder gefahrlos die Beine lang machen kannst.


Mit einem Lächeln, dein


Peter Greif

Dienstag, 23. Februar 2010

Wirklich Frühling?

Gegen 6.00 Uhr bin ich heute meine 10.5er Hausstrecke gelaufen.
Ca. 6-7 Grad, leichter Nieselregen und ständiger, teilweise kräftiger Wind.
Vogelgezwitscher, Frühlingsdüfte und wenn Windstille herrschte wirkte es sogar warm.
Fühlte mich nach dem Sonntag noch immer schwächlich und bin daher locker und eher unambitioniert gelaufen. 59 Minuten.
Nachmittags geht es wahrscheinlich noch zu einem kurzen einstündigen Intensivtraining ins Studio.

22.02.2010

Gestern von 10.00 bis 0.00 Uhr inventiert.
Entsprechend müde war ich heute morgen und bin letztlich liegen geblieben.

Dafür bin ich nachmittags während der Pause 10,5 KM in genau 60 Minuten entspannt gejoggt.

Just a dream. Zwar war es etwas windig, aber dennoch 6 -7 Grad, sonnig, bewölkt, fast frühlingshaft.

Ab und zu das Zwitschern von Vögeln, einfach herrlich.

Sonntag, 21. Februar 2010

21.02.2010

Uff, fiel mir heute etwas schwer.
Gestern bei Fodys mit der Familie toll gegessen, heute morgen wieder so früh raus, die Inventur vor Augen...
Wenigstens regnete es nicht wie angesagt und es war mit 2 Grad auch einigermaßen "warm".
Nun gut, 11,5 KM in 73 Minuten, quasi entspannt auf den harten Tag eingestimmt.

Samstag, 20. Februar 2010

20.02.2010 - Adrians Geburtstag

Wird ein anstrengendes Wochenende.
Eine Zwischeninventur steht an, so dass ich wieder früh aufstehen muss, um noch zu laufen.
Habe ich heute auch wieder gemacht und bin um 5.00 Uhr insgesamt 17 KM in 1:40h gelaufen.
Um 0 Grad,trocken und fast windstill.
Heute feiern wir den 17. Geburtstag meines Sohnes Adrian bei Fody's, einem exzellenten Restaurant mit vorzüglichen Burgers und Salaten.
Morgen wird dann in Weiterstadt inventiert.
Ansonsten bin ich kein Autofreak, aber mein neuer A4 ist der Hammer.

Brauchen Läufer Kraftsport?

Der nachfolgende Beitrag gefällt mir gut. Er stammt aus "Spiegel.online" und bringt mit Achim Achilles und Werner Kieser 2 anerkannte Experten zusammen.
Insbesondere wird kurz und bündig geklärt, weshalb der Läufer zusätzlich Kraftsport betreiben sollte.

Achilles' Ferse

"Wir sind keine Lauftiere"

Wer läuft, muss auch Krafttraining machen.
Das sagt Werner Kieser, Diplomtrainer und Gründer der Kette "Kieser Training".
Im Interview mit Achim-Achilles.de spricht der Schweizer über einseitige Beanspruchung, unangenehmes Training und den Weg zum Glück über den Körper.

Frage: Herr Kieser, warum klagen rund 60 Prozent der Deutschen über Rückenbeschwerden?


Kieser: Weil die wenigsten wissen, wie wichtig eine kräftige Muskulatur ist. Man könnte auch fragen: Warum putzen wir unsere Zähne? Weil wir eingesehen haben, dass es notwendig ist.

Frage: Heißt das, Sport allein reicht nicht, um gesund zu leben?

Kieser: Sport ist keine Lösung, auch Laufen nicht.

Frage: Aber Laufen macht glücklich und hält den Körper gesund und vital.

Kieser: Das mag sein, aber Läufer haben muskuläre Dysbalancen. Wir sind keine Lauftiere. Wir brauchen unseren Körper für Kampf, Sport und Spiele. Dafür ist er ausgelegt. Der Zweck des Laufens ist Flucht oder Angriff, das hat nichts mit Gesundheit zu tun.

Frage: Sie können dem Laufen nichts Positives abgewinnen?

Kieser: Die Frage ist, welche Erfordernisse wir an unseren Körper stellen.
Laufen ist gut, um den Kreislauf in Schwung zu halten.
Aber wenn es nur darum ginge, den Puls hoch zu jagen, könnte man genauso gut Krafttraining machen.
Meistens ist es aber auch die körperliche Arbeit, die unseren Körper krumm und schief macht. Und dagegen sollte man etwas unternehmen.

Frage: Läufer, die kein Krafttraining machen, haben also ein Problem?

Kieser: Läufer beanspruchen ihren Bewegungsapparat nur in einer bestimmten Weise, also einseitig. Deshalb bekommen sie früher oder später Probleme mit den Gelenken. Der menschliche Fuß und das Schienbein bestehen aus 28 Knochen. Der Fuß des Pferdes, das ein Lauftier ist, besteht aus drei Knochen. So sind wir aber nicht konzipiert: Unsere Füße sind Greiforgane, die wir zum Laufen einsetzen.

Frage: Was sollten Läufer Ihrer Meinung nach tun?

Kieser: Das körperliche Gleichgewicht herstellen. Das heißt, Läufer müssen ihre Statik optimieren, indem sie jene Muskeln kräftigen, die während des Laufens nicht beansprucht werden. Ein häufiges Beispiel ist die Verkürzung der Hüftbeuger bei zu schwachen Hüftstreckern. Gezieltes Krafttraining gleicht diesen für den Laufsport typischen Mangel aus. Das Training der Hüftstrecker über den ganzen Bewegungsumfang vergrößert zudem die Schrittlänge.

Frage: Warum ist Krafttraining bei vielen Läufern unbeliebt?

Kieser: Menschen neigen dazu, Entscheidungen aus ihrer genetischen Disposition zu treffen. Bei langen, dünnen Menschen ist es wahrscheinlich, dass sie Ausdauersport machen. Kleine, kräftige Menschen sind eher dem Muskeltraining zugeneigt. Aus sportlicher Sicht ist das auch richtig. Aus gesundheitlicher Sicht jedoch nicht sinnvoll.

Frage: Was ist verkehrt daran, das zu tun, wofür man prädestiniert ist?

Kieser: Der Ausdauermensch ist ein Herz auf zwei Beinen. Er täte gut daran, seine Muskeln zu trainieren statt Ausdauer zu bolzen. Der Kraftmensch dagegen ist ein Tank, der im Standgas mehr Sprit verbraucht als der Dünne beim Laufen. Der Dünne müsste also Krafttraining machen, der Kräftige seine Ausdauer verbessern. Nur Widerstände bringen uns weiter, genauso ist es auch bei den Muskeln.

Frage: Was halten sie vom Kult, der um den Körper inszeniert wird? Ist er berechtigt?

Kieser: Die Jugend ist ein flüchtiger Zustand, der erwachsenen Menschen als Mode verkauft wird. Diese Trends haben kompensatorisch mit der Überalterung unserer Gesellschaft zu tun.

Frage: Ein Trainingsprogramm verspricht ewige Jugend?

Kieser: Nein, es ist eine rationale Maßnahme, die eine bessere Gesundheit verspricht. Es ist nicht lustig und es ist nicht gerade angenehm, aber es macht glücklich - das ist wichtig.

Frage: Klingt nicht gerade motivierend.

Kieser: Sie müssen zum Training gehen, wie wenn Sie ihr Auto in die Waschanlage bringen. Je zwei Mal 30 Minuten Training in der Woche reichen, um den Trainingseffekt zu erzielen. Ist das nicht Motivation genug?

Frage: Teilweise. Sie reduzieren das Glück rein auf den Körper.

Kieser: Ja, mir geht es um Knochen und Muskeln.

Frage: Und nicht um Geist oder Seele?

Kieser: Eine Seele habe ich bisher nicht gefunden, dafür chemoelektrische Prozesse im Hirn und einen Hormonhaushalt. Wenn jemand an die Seele glaubt, kann ich das zwar nachvollziehen, aber konkrete Hinweise darauf gibt es nicht.

Frage: Sie glauben, dass der Weg zum Glück nur über den Körper geht?

Kieser: Ja, natürlich! Der Körper muss intakt sein, damit Sie frei sind für andere Dinge. Glücklich werden Sie nur, wenn Sie sich um den Gesundheitszustand ihres Körpers keine Gedanken machen müssen.

Die Fragen stellte Bahador Saberi

Freitag, 19. Februar 2010

19.02.2010

Ohne viele Worte....

10,5 KM in 57:13 Minuten bei -3 Grad um 5.30Uhr.

Locker im 5.30er Schnitt durchgelaufen.

Krafttraining + Laufökonomie

Einige sehr interessante Beiträge aus "Sport + Training weekly"


Studie I: Verbessert Krafttraining die Laufökonomie?

Elite-Langstreckenläufer benötigen ein hohes Maß an Laufökonomie. Darunter versteht man die Energie, die notwendig ist, um ein gegebenes Tempo aufrechtzuerhalten. Bei ansonsten gleichen Voraussetzungen hat ein Läufer mit einer guten Laufökonomie einen echten Leistungsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Studien zeigen, dass die Laufökonomie ein verlässlicher Hinweis auf die Laufleistung eines Sportlers über größere Distanzen ist. Dass die Laufleistung durch ein Lauftraining verbessert werden kann, liegt auf der Hand. Aber bewähren sich auch andere Methoden als das sportartenspezifische Training?

Studie:

Um diese Frage zu beantworten, haben brasilianische Wissenschaftler die Wirkung verschiedener Krafttrainingsprotokolle (in Kombination mit Ausdauertraining) auf die Laufökonomie untersucht. Die Probanden waren 16 gut trainierte Läufer mit einem Durchschnittsalter von 27,4 Jahren und einem durchschnittlichen Gewicht von 62,7 kg. Die Läufer wurden nach dem Zufallsprinzip in 2 Gruppen aufgeteilt:

eine Gruppe mit „explosivem“ Krafttraining, die mit schnellen, explosiven Bewegungen und geringen Widerständen trainierte
und eine Gruppe, die das Krafttraining mit den gleichen Geräten, aber schwereren Gewichten absolvierte und dabei mit größeren Widerständen und langsameren Bewegungen arbeitete.

Vor Beginn und nach 4 Wochen Training wurden folgende Tests durchgeführt:

ein Laufbandstufentest bis zur Erschöpfung, mit dem die maximale Sauerstoffaufnahme und die Geschwindigkeit, die einer Blutlaktatkonzentration von 3,5 mM entspricht, ermittelt wurde
ein submaximaler Test bei konstanter Intensität zur Feststellung der Laufökonomie
ein Maximaltest mit Vertikalsprung aus dem Stand (countermovement jump)
ein 1RM-Maximalkrafttest mit Beinpresse.
Ergebnisse:


Die Studie ergab, dass die Gewichtsgruppe ihre Laufökonomie deutlich verbesserte, während die Explosivkraftgruppe sich nicht steigern konnte. Daraus schlossen die Forscher, dass ein kurzzeitiges herkömmliches Krafttraining die Laufökonomie bei gut trainierten Läufern verbessern kann. Ein Training mit schweren Gewichten scheint für die Verbesserung der Laufökonomie effizienter zu sein als ein mit den gleichen Trainingsgeräten durchgeführtes explosives Krafttraining.
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Studie II: Die Wirkung von statischem Dehnen auf die Laufleistung

Nachdem ich Ihnen in dem Newsletter der letzten Woche ein paar Studien über das kontroverse Thema des richtigen Dehnens vorgestellt habe, möchte ich Ihnen an dieser Stelle eine Studie über den Zusammenhang des statischen Dehnens und der Laufleistung nicht vorenthalten: Ziel dieser Studie aus England war die Untersuchung der akuten Wirkung eines längeren statischen Dehnens auf die Laufökonomie.

Studie:

Dazu liefen 10 trainierte männliche Laufsportler (durchschnittliche max. Sauerstoffaufnahme (VO2max 60 mls/kg/min) 10 Minuten bei 70 % VO2max auf dem Laufband. Es gab 2 Studiengruppen, die entweder ein längeres statisches Dehnen vor und nach dem Laufen oder kein Dehnen vor oder nach dem Laufen (Kontrollgruppe) absolvierten. Die Dehngruppe machte mit jedem Bein nacheinander 8 verschiedene Dehnübungen und hielt die Dehnung für 40 Sekunden. Das Dehnprogramm wurde 3 Mal wiederholt. Zur Bestimmung des Energieaufwandes während des Laufens wurde der Atemgasaustausch mittels eines automatischen Gasanalysesystemsdem durchgehend auf dem Laufband sowie zusätzlich an einem separaten Tag gemessen. Außerdem wurden bei allen Teilnehmern vor und nach dem statischen Dehnen die Dehnfähigkeit, die isometrische Kraft und die Vertikalsprungleistung aus dem Stand gemessen.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse zeigten, dass statisches Dehnen eine signifikante Wirkung auf die neuromuskuläre Funktion hat. Die Dehnfähigkeit wurde verbessert (womit zu rechnen war), während die isometrische Kraft und die Vertikalsprungleistung abnahmen (auch dies stimmte mit früheren Studienergebnissen in Bezug auf die akute Wirkung des statischen Dehnens überein). Auf die Laufökonomie, Sauerstoffaufnahme, Ventilationsrate, Geschwindigkeit und Art des Energieverbrauchs sowie die Herzfrequenz beim Laufen hatten die Dehnübungen allerdings keinen Einfluss, was darauf hindeutet, dass sie die Laufökonomie nicht verbessern können. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass längeres statisches Dehnen trotz der Veränderungen bezüglich der neuromuskulären Funktion keinen Einfluss auf die Laufökonomie hat. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Studie scheint es (vermutlich eher überraschend), dass Sportler, die ihre Laufökonomie verbessern wollen, hierzu nicht nur statisches Dehnen, sondern auch Krafttraining in Betracht ziehen sollten!
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Studie III: Verbessern Kompressionsstrümpfe die Laufleistung?

Für die Vorteile von Kompressionskleidung für Sportler gibt es immer mehr wissenschaftliche Belege. Dies gilt vor allem für die Energierückgabe und den Abtransport von Laktat aus müden Muskeln. Diese positiven Effekte werden nun von einer neuen deutschen Studie über knielange Kompressionsstrümpfe bestätigt. In dieser Studie wurde die Wirkung von knielangen Kompressionsstrümpfen auf die Laufleistung untersucht.

Studie:

Die Studienteilnehmer waren 21 mäßig sportlich aktive männliche Laufsportler (Durchschnittsalter 39 Jahre) mit normaler Biomechanik des Unterschenkels. Die Probanden absolvierten jeweils mit und ohne knielangen Kompressionsstrümpfen einen Stufentest auf dem Laufband bis zu einer selbst bestimmten Maximalleistung. Es wurden 2 Testreihen im Abstand von 10 Tagen durchgeführt. Eine Testreihe beinhaltete jeweils einen Versuch mit und ohne Kompressionsstrümpfen. Die Läufer machten die Tests in zufälliger Reihenfolge. Die maximale Laufleistung wurde anhand der „Zeit unter Belastung“ in Minuten, des Gesamtenergieverbrauchs und der aeroben Kapazität bestimmt.

Ergebnisse:


Die Ergebnisse wiesen eine wesentlich längere Zeit unter Belastung aus, wenn die Läufer Kompressionsstrümpfe statt normaler Strümpfe trugen (36,44 gegenüber 35,03 Minuten). Außerdem war mit Kompressionsstrümpfen auch der Gesamtenergieverbrauch größer (422 gegenüber 399 kJ). Bei der aeroben Kapazität gab es zwar keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Versuchsanordnungen (obwohl sie im Versuch mit Kompressionsstrümpfen leicht erhöht war). Allerdings stellten die Wissenschaftler fest, dass die Laufleistung an der aeroben Schwelle deutlich besser war, wenn die Testpersonen Kompressionsstrümpfe trugen. Diese Studie gibt zwar keinen Aufschluss darüber, wie es beim Tragen von Kompressionsstrümpfen zu diesen Verbesserungen kommt, dennoch ist sie ein weiterer Beleg dafür, dass sich Kompressionskleidung tatsächlich positiv auf die Leistung auswirkt.
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Donnerstag, 18. Februar 2010

Listen to your Body

So heißt es in der Polar - Werbung.
Da steckt auch viel Weisheit drin.
Auf Grund der gestrigen, doch recht flotten Läufe fühlte ich mich müde, wollte aber dennoch nicht auf das Laufen verzichten.
Bin deshalb heute bewusst entspannt und langsam gelaufen.

Bei minimalen Wind und "warmen" 3 Grad plus lief ich heute morgen 17,8 KM in 1:56h.

Heute hole ich mein neues Auto aus unserer Ingolstädter Hauptverwaltung und nehme mir quasi dafür frei.

Weiterer Sport ist heute auch nicht mehr angesagt.

Muskelfasern...

ein interessanter Beitrag aus dem aktuellen Newsletter von Greif.de
Hallo und guten Tag liebe Läuferin, lieber Läufer!


Im letzten Newsletter hatten wir schon einmal das Thema Talent und Leistungsentwicklung angesprochen. Nachfolgend werde ich noch einmal die positiven Voraussetzungen behandeln, die eine Rolle spielen bei deiner sportlichen Entwicklung. Wie schon erwähnt, ist dein ewig währender Focus beim Beginn einer sportliche Karriere, dein Startpunkt oder besser Startraum.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob du schon als Kind Leichtathletik betrieben hast, jetzt zum Beispiel 25 Jahre alt und schlank bist, zudem auch noch einen körperlich wenig anstrengenden Beruf hast oder vielleicht schon 48 bist, übergewichtig, niemals vorher Sport getrieben und einen körperlich oder geistig stressigen Job hast. Du lebst also in einem individuellen Startraum, den du durch Training verlassen möchtest.

Und diesen Startraum darfst du in der Betrachtung deiner sportlichen Entwicklung niemals aus den Augen verlieren. Denn er zeigt dir immer wieder woher du kommst und wo du nach einem Zeitraum bist. Du, eventuell übergewichtig, relativ unsportlich und schon im 5. Lebensjahrzehnt, darfst dich nicht mit dem jungen Mittelstreckler vergleichen, der sich zum selben Zeitpunkt mit dir auf den Weg macht, um einen Marathon laufen zu können. Sonst wirst du niemals glücklich mit deiner sportlichen Leistung.

Vergleiche deine läuferische Entwicklung immer nur mit dir selbst und nicht mit anderen.

Du kannst Analogien auch aus dem normalen Leben ziehen. Wenn jemand auf dem Land aus einfachsten Verhältnissen kommt, schon früh mitarbeiten musste und kaum Zeit für die Schule aufbringen konnte, sich über eine Lehre zum Meister und schließlich zum Leiter eines kleinen Handwerkbetriebs entwickelt, dann ist das schon eine bewundernswerte Leistung.

Wenn aber der Millionärssohn, der im Internat geschult wurde, im Ausland zwei Sprachen lernte, zwei Instrumente spielt, von den Eltern unterstützt einen gleich großen Handwerksbetrieb am Ende seiner Schaffensphase aufgebaut hat, dann ist das zwar auch ganz hübsch, aber den Hut braucht man vor diesem Menschen nicht zu ziehen. Der hat es einfach nur leicht gehabt.

Und wenn der junge Mittelstreckler von oben mit seiner langjährigen leichtathletischen Entwicklung eine 2:57 h im Marathon läuft, dann ist das wahrlich nur zum Gähnen. Erreicht aber der fette, früher unsportliche, gestresste 48-jährige das Gleiche, dann klopfen wir ihm alle bewundernd auf die Schultern. Und er kann das auch bei sich selbst tun.

Also: Sei stolz auf das, was du dir selbst erarbeitet hast. Über das, was dir dein Schöpfer und deine Erzeuger mitgegeben haben, solltest du dankbar sein, aber Stolz kommt wo anders her.

Nun aber weiter zu den Talenten. Du wirst sicher erwarten, dass ich hier zuerst etwas über Schnelligkeit, Ausdauer oder Muskelzusammensetzung schreibe. Nein, das werde ich nicht. Als langjähriger Trainer weiß ich ganz genau, dass das wichtigste Talent der Wille zur Leistung ist.

Oft genug musste ich erleben, dass die größten "Talente" uninspiriert dahin schlappten und die "Traktoren" sich das gespaltene Ding bis zum Hals aufrissen, nur um eine sec über 5000 m schneller zu sein. Warum die "Talente" nach einiger Zeit keine Inspiration mehr hatten, erklärten sie mir später in ähnlichen Worten: "Als ich anfing zu laufen, da konnte ich alles bei uns im Bezirk locker schlagen, im Land war ich auch ganz vorn und bei der Deutschen lief ich in der Spitze mit. Aber bald wurde mir klar, dass es international niemals reichen würde. Und da hatte ich nicht mehr die richtige Lust zum Training. Wenn man jung ist, dann träumt man halt vom Olympiasieg."

Im Gegensatz dazu der "Traktor" kräftig, ausdauernd, aber langsam. Der träumt eventuell davon einmal einen Halbmarathon unter 1:30 h zu laufen oder seinen Holger zu "zersägen". Der hat immer realistische Ziele und ständig Grund zur Freude, weil er wieder eines erreicht hat. Und das ist Läuferglück in purer Form. Und dieses kann man erleben, egal aus welchem Startraum man kommt.

Ich kann dir versichern, bei den "Traktoren" habe ich schon Typen erlebt, gegen die war ein Kampfterrier ein Schoßhündchen und die sind immer weit gekommen. Wenn ich mich an Peter Schmolcke, genannt Schmolli, erinnere, dann kann ich nur mit Ehrfurcht zurück schauen. Schmolli war ein wahres Kampfferkel. Er lief in einem so versauten Stil, welcher jeden Fachmann erschauern lies.

Schief, krumm und sich windend, rannte er seine Gegner in Grund und Boden. Als er 32 Jahre alt war, fragte ihn zu seiner Empörung jemand im Rennen: "Bist du auch schon M50?" Aber er ließ sich nicht unterkriegen. Wenn man an dem vorbei war, dann war er noch lange nicht geschlagen. Jeder hatte Respekt vor ihm und Angst, dass er sich im wahrsten Sinne des Wortes hinten festbeißen würde. Einige von denen, die mit Schmolli noch die Straße und Bahn teilten, behaupten, sie hätten heute noch die Zahnabdrücke von ihm auf ihrem verlängerten Rücken. In diesem Sinne war Peter Schmolke das größte Willenstalent, welches ich in meiner nun schon über 40-jährigen Laufbahn als Trainer und Läufer erlebt habe. Sein persönlicher Marathonrekord von 2:31:05, gelaufen 1984, belegt das recht deutlich.

Schmolli war der männliche Gegenentwurf zu der talentiertesten Frau, die jemals in unserem Verein trainierte. Diese erreichte zwar auch eine starke 2:38 h über die 42,2 km, aber Talent hatte sie für eine 2:20 h. Sie war so eine (Entschuldigung) Schissertante, das war kaum zu ertragen. Diese Läuferin hätte alles gewinnen können. Aber ihr fehlte das Talent, an sich zu glauben, sich klare Ziele zu setzen und ihr Leben leistungssportlich auszurichten.

Und immer wenn du an dir selbst zweifelst, ob du denn genug Talent hast um deine Ziele erreichen zu können, dann denke daran, dass das wichtigste Talent dein Wille zur Leistung ist. Und dies bezieht sich nicht nur auf den sportlichen Rahmen, der zieht sich durch dein ganzes Leben hin.

Nun aber zu den Talenten, die dir bei Geburt mit gegeben sind. Dabei ist wohl das wichtigste die Verteilung der Muskelfasern. Wir unterscheiden grob schnell zuckende (weiße) und langsam zuckende (rote) Muskelfasern, aber diese verteilen sich auf verschiedene Unterarten. Hierzu möchte ich aus einem Artikel aus "Sport und Training" zitieren, der die ganzen Umstände gut und knapp beschreibt:

"Die unterschiedlichen Muskelfasern

Die Leistung eines Sportlers unter Stress und die Erschöpfung, die daraus resultiert, hängt besonders von seinen körperlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen ab. Es gibt 5 Arten von Muskelfasern, wovon 3 in den "arbeitenden" Muskeln vorkommen (die anderen beiden befinden sich im Herzmuskel und in den "weichen" Muskeln, wie im Magen und im Darm).

Die 3 Arten der Muskelfasern sind:

- langsame Muskelfasern (ST)
- schnelle Muskelfasern (FT), glykolytisch
- schnelle Muskelfasern, oxidativ

Langsame Muskelfasern bevorzugen eine Energiezufuhr aus dem aeroben Bereich. Wie der Name schon vermuten lässt, ziehen sie sich nicht schnell zusammen, sind aber in der Lage, lange zu arbeiten, bevor sie ermüden. Sie sind reich durchblutet, damit sie mit dem notwendigen Sauerstoff versorgt werden können. Die Fasern an sich sind sehr klein.

Schnelle oxidative Muskelfasern sind länger als die langsamen Fasern, und sie können ihre Energie sowohl aerob als auch anaerob generieren. Sie ziehen sich wesentlich schneller zusammen als die langsamen Fasern.

Die schnellen glykolytischen Fasern sind die längsten Fasern. Sie bevorzugen die anaerobe Energiegewinnung, wobei sie Glykogen nutzen, und sind vor allem für die Geschwindigkeit zuständig.

Man sagt, dass man zum Sprinter geboren wird, und das stimmt auch insoweit, dass die Beinmuskulatur eines erfolgreichen Sprinters hauptsächlich (zu 75–80 %) aus schnellen Muskelfasern besteht, während ein Marathonläufer die gleiche Menge langsamer Fasern aufweist.

Der Fasertyp kann durch Training beeinflusst werden. Mittelstreckenläufer, die schnelle und langsame Fasern in gleicher Anzahl besitzen, können ihre Muskeln so modifizieren, dass sie entweder zum Langstreckenläufer oder zum Sprinter werden können.

Ein Forscherteam, das mit Langstreckenläufern zusammenarbeitete, fand heraus, dass nach einem 18-wöchigen Ausdauertraining die Muskeln zu 69 % aus langsamen und zu 31 % aus schnellen Fasern bestanden. Danach absolvierte dieselbe Gruppe ein 11-wöchiges Sprinttraining und danach hatte sich die Verteilung zu 52 % langsamen Fasern und 48 % schnellen Fasern verändert."

Auch hier zeigt sich, dass nicht allein wichtig ist, was du von zu Haus aus mitbekommen hast, sondern wie du trainierst und welchen Willen du hast, deine Talente von der einen Seite auf die andere zu schieben.

Darum beneide nicht die scheinbaren Talente der anderen, sondern arbeite an dir, um das Beste aus dir zu machen.

Später noch mehr von den Talenten.
Mit einem Lächeln, dein

Peter Greif

Do it yourself-Leistungsdiagnostik

aus Laufcampus.de

Die Do it yourself-Leistungsdiagnostik

Ruhepuls, Maximalpuls und Belastungspuls eignen sich hervorragend zur Trainingssteuerung.
Laufen ohne Trainingssteuerung ist wie Kochen ohne Rezept.
Es kann klappen, aber auch ziemlich in die Hose gehen.

Ergänzend zu einer für jeden Läufer ratsamen Leistungsdiagnostik mit Laktatmessung durch einen Laufbandstufentest gibt es mehrere Möglichkeiten auch ohne Extrakosten und ohne fremde Hilfe seine Form zu überprüfen und - über Tage, Wochen und Monate in Tabellen eingetragen – sogar eine Formkurve zu erstellen. Vorausgesetzt, man hat eine Pulsuhr.

Auch bei der D.I.Y.GNOSTIK, der Do it yourself-Diagnostik, steht die Herzfrequenz im Mittelpunkt.
Wenn im Sport von einem Puls oder der Herzfrequenz die Rede ist, wird die Anzahl der Herzschläge pro Minute gemeint.
Der Belastungspuls ergibt sich aus der Pumpleistung des Herzens.

Lies weiter und erfahre Wissenswertes:
Die Ermittlung und Bedeutung des Ruhepuls http://www.laufcampus.com/wissen/tagestipps/index.php?we_obj...


Der Maximalpuls dient zur Trainingssteuerung http://www.laufcampus.com/wissen/tagestipps/index.php?we_obj...


Der Erholungspuls nach dem Training ist interessant http://www.laufcampus.com/wissen/tagestipps/index.php?we_obj...


Der Belastungspuls auf der Hausrunde zeigt den Formaufbau http://www.laufcampus.com/wissen/tagestipps/index.php?we_obj...


Das Sportlerherz http://www.laufcampus.com/suche.php?we_objectID=19962

Mittwoch, 17. Februar 2010

Gequält...

Stehe ich auf, lasse ich es sein, begnüge ich mich heute mit einer kleinen Runde mittags.
Nein, das Wetter war zu gut und meine Form ok. Habe mich zwar gequält, bin aber raus aus dem Bett und rein in die Schuhe.
-2 Grad, leichter Wind, trocken und klar, Läuferherz was willst Du mehr.

13 KM in 66 Minuten entspricht einer durchschnittlichen Pace von 5.05 Minuten pro KM.

Immer wieder Steigerungen eingebracht und die Intervalle bei 4.40 und 4.50 Minuten pro KM stabilisiert.

Heute Nachmittag folgt noch eine 8 KM Runde in Wallstadt.

Hier habe ich versucht, das Tempo von heute morgen zu wiederholen und war leider nicht dazu imstande.

Zunächst mit viel Pace gestartet musste ich zunehmend dem Morgenlauf Tribut zollen. Aber 8 KM in 44 Minuten waren ok.

Dienstag, 16. Februar 2010

16.02.2010

Ich hatte heute mal Lust, einen etwas längeren Lauf zu machen und durch rechtzeitiges Aufstehen auch die Zeit dazu.

So lief ich gegen 4.45 Uhr los und absolvierte 17 KM in 1:39h.

Die Witterung war heute fast angenehm, 0 Grad, trocken und windstill.
Heute steht in der Mittagspause noch ein intensives Fitnesstraining an und abends geht es dann zu Toastmasters.

15.02.2010

Heute nur 8 KM in Weiterstadt während der Pause gelaufen.

41:30 Minuten bedeutet eine 5.11er Zeit pro KM.

Ich habe immer wieder Steigerungen eingestreut und auch den Tipp probiert, die Arme zu nutzen, um die Pace zu erhöhen, also Armpower und höhere Schrittfrequenz miteinander zu "harmonisieren".

Im letzten "Runners World" wurde beschrieben, dass man die Arme stärker einbringen sollte.
Nicht sinnlos und hektisch rudern, sondern leicht angewinkelt haltend und kraftvoll, synchron zu den Beinen schwingend.

Das werde ich jetzt häufiger und v.a. bewusster einsetzen und trainieren.

Sonntag, 14. Februar 2010

Leise rieselt und nieselt der Schnee....

Es ist etwas nervig und doch quasi Alltag.
Wie auch der Umstand, dass ich den Sonntag wie jeden Werktag starte.
Auch heute um 5.00 Uhr morgens zum längeren Lauf aufgebrochen und bei ganz sanften Schneefall genau 21,2 KM in 2:03 h absolviert.
Lustig wird dann wieder sein, dass es dann um 6.00 Uhr langsam wieder hell sein wird und mit der Zeitumstellung im März kommt der "Rückfall" und Du startest wieder im dunkeln.
Der leichte, aber anhaltende Schneefall behinderte heute nicht und war eher angenehm.
Nun, nach dem Frühstück ging es dann noch einmal ins McFit zum Training.
Immerhin schaffe ich im Bankdrücken bereits 85 KG - fehlen nur noch 15 bis zum Jahresziel!

Samstag, 13. Februar 2010

13.02.2010

16 KM in 1:34:33h gegn 5.30 Uhr.
Langsam gestartet und dann zunehmend gesteigert. Ziel war es, entspannt zu laufen, aber dennoch wenigstens auf einen 6.00er Schnitt zu kommen.
Nachmittags laufe ich noch eine kleine Runde in Weiterstadt, um mich vom anstrengenden Arbeitstag zu erholen und frische Kräfte und Energien zu schöpfen.

Yes, nachmittags noch mit einem Security - Mitarbeiter die 8 KM Strecke gelaufen und dies in relativ flotten 47 Minuten gemacht.

Wie die meisten fortgeschrittenen Sportler, aber Laufanfänger ging er etwas flott an. Anfänglich im 5.30er Schnitt, nach 5 KM wurde die Luft dünner und zum Schluß war er etwas ausgepowert.

But respect - good performance!!!!

Freitag, 12. Februar 2010

12.02.2010

Fast eine Parallele zu gestern.
Der einzige nennenswerte und angenehme Unterschied war die Temperatur. Statt -8 Grad etwa um die 0 Grad.
Der Schneeboden reflektierte so, dass ich um 5.30 Uhr keine Taschenlampe brauchte.
Ich wählte meine 10.5er Hausstrecke und absolvierte sie in 63 Minuten.
Bin wirklich gelöst und entspannt gelaufen.
Mittags geht es wieder ins Fitness-Studio, bevor Samstag und Sonntag wieder längere Läufe folgen.
Insgesamt möchte ich an diesen beiden Tagen mit 2-3 Läufen die Marathondistanz von 42 KM bewältigen.

Schwetzinger Spargellauf

Ich schmökerte gerade bei Brennr.de und las, dass Christian am 11.04. den Schwetzinger Spargellauf mitmachen wird, der über 5 und 10 KM angeboten wird.
Die Beschreibung klang so gut, dass ich spontan entschieden habe, dass ich den auch mitmache.
Ich entscheide kurzfristig, ob ich über die kurze oder die längere Distanz starte.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Vitamine fürs Bewusstsein

Ein durchaus interessantes Fachbuch von Hans - Jürgen Scheld, das allerdings sehr stark an "A Millionaires Mind" von T.Harv Eker erinnert.
Dafür ist dieses Buch umsonst und kann über www.keetseminare.com heruntergeladen werden.
Im wesentlichen geht es darum, sich die Erfolgsmethoden und Vorgehensweisen von sehr erfolgreichen Menschen und Persönlichkeiten anzuschauen und v.a. die dahinterstehende Lebenseinstellung zu adaptieren.
Nur zu empfehlen.

Hart

Gestern bin ich noch wie angekündigt meine 8 KM in Weiterstadt gelaufen.
47 Minuten habe ich dafür gebraucht.

Heute war es dann wirklich tough. Leichtes Schneetreiben, -8 Grad und v.a. ein zeitweise heftiger Wind, der mir die Tränen in die Augen trieb.
Das sind dann die Momente, wo selbst so ein verrückter Läufer, der sonst immer sein Ziel vor Augen hat, sich nach dem "WARUM?" fragt.
Der Wind peitscht einem ins Gesicht und die Hände werden selbst mit 2 Paar Handschuhen erst nach ca. 20 Minuten warm.
Ich habe mich daher heute auch für eine kurze Distanz entschieden und bin nur 10,5 KM gelaufen. Für diese habe ich 64 Minuten gebraucht.
Nachmittags gönne ich mir ein paar freie Stunden und werde noch eine intensive Runde bei McFit absolvieren.

Mittwoch, 10. Februar 2010

10.02.2010

Heute bin ich eine entspannte 14er Runde gelaufen und habe dafür 1:22h gebraucht.
Bin dabei relativ gleichmäßig ein 5.50er Tempo gelaufen.
Phasenweise war der kalte Gegenwind unangenehm, minimaler Schneefall bei -4 Grad.
Nun, auch dieser Winter wird vorbeigehen.
Der Monat sieht gut aus. Ich werde die angestrebte KM - Leistung von 425 mit Sicherheit erreichen können. Nachmittags werde ich in Weiterstadt wieder eine Pausenrunde drehen.

Mentale Stärke

Heute kam ich überhaupt nicht aus den Federn und verzichtete tatsächlich auf den morgendlichen Lauf.
Mittags fühlte ich mich auch alles andere als gut.
Das schlechte Gewissen trieb mich dann doch an die frische Luft und so machte ich noch meine "Weiterstädter Pausenrunde".
Das ging super.
Ich startete den ersten KM in 5.30 Minuten, machte den zweiten dann im 5.15er Tempo und danach lief ich nur noch zwischen 4.30 und 4.45 Minuten pro KM.
Letztlich absolvierte ich die 8 KM in 39 Minuten.
Und das bei knalligen -5 Grad und zumindest noch auf einem KM vereister Strecke, die auf dem Abschnitt schwer zu laufen war.
Es geht doch!
Alles nur reine Kopfsache.

Keine Lust auf Trainingspläne ?

Dieser Frage geht Andreas Wilhelm Butz in seinem neuesten Newsletter nach und erörtert sie wirklich sinnig und aufschlußreich:


Du hast keine Lust auf Trainingspläne?

Es gibt viele Läufer, die laufen intuitiv.
Einfach so, wie es ihnen gerade Spaß macht.
Sie lassen sich von der jeweiligen Tagesform treiben und traben völlig losgelöst von festen Runden und exakt vermessenen Strecken durch ihre Heimat.
Viele erreichen mit dieser Taktik auch beachtlichen Erfolg, laufen Halbmarathon, Marathon oder sogar Ultraläufe und verwirren mit dieser entspannten Haltung so manch einen Trainingsweltmeister.
Für viele Intuitivläufer nimmt der Spaßfaktor am Laufen umso mehr zu, je weniger sie sich an Trainingsvorgaben halten und einfach nur laufen, so wie es ihnen gerade in den Kopf kommt.

Auf der anderen Seite sind die zielgerichteten, auf einen Saisonhöhepunkt fokussierten Läufer.
Ihr Spaß nimmt zu, je mehr sie sich im Training und Wettkampf verbessern.
Sie wollen immer sicher gehen, dass sie keine „leeren“ Kilometer laufen, dass jedes Training tatsächlich einen Reiz hat und dass sie jeder Lauf auf dem Weg zum Ziel ein kleines Stück näher bringt.
Sie trainieren gewissenhaft mit Trainingsplan und führen Trainingstagebuch.

Aber auch für Planläufer kommt irgendwann die Zeit, da wollen sie entspannen, den Kopf frei machen, mentale Regeneration erfahren und einfach nur die Freude am Laufen genießen.

Die perfekte Laufwoche
Für Intuitivläufer und Planläufer gibt es einen gemeinsamen Ansatz, ich nenne ihn

„ Die perfekte Laufwoche“.

Und diese Laufwoche wird umso besser, je abwechslungsreicher sie gestaltet wird und umso mehr sie die persönliche Fitness voranbringt.
Abwechslung bedeutet Langeweile erfolgreich vermeiden und die Fitness zu steigern bedeutet die Freude an der eigenen Leistungsfähigkeit zu mehren. Beides lieben Intuitivläufer und Planläufer gleichermaßen.
Weiter lesen:
http://www.laufcampus.com/wissen/a_index.html.php?we_objectI...

Dienstag, 9. Februar 2010

German Road Races

Das ist doch einmal ein wirklich interessanter Tipp!
Ich glaube, dass er vom "Pfälzerwaldläufer" stammte, der das Interview mit Haile G. entdeckte.
Hoch interessant, alle wichtigen Läufe, interessante Bücher und viele andere nützliche Infos, insbesondere das Interview!

German Road Races

Montag, 8. Februar 2010

08.02.2010

Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten beim Aufstehen, die bei mir fast typisch für einen Montag sind, habe ich mich dann letztlich doch überwunden und bin gegen 4.45 Uhr aufgestanden.
Ziel war es heute, einen kurzen, aber flotten Lauf zu absolvieren und nach lockeren Auftakt, immer wieder KM - Zeiten zwischen 4.45 und 5.30 Minuten zu absolvieren.
Das habe ich auch ganz gut hinbekommen.

10,5 KM in 54:48 Minuten entspricht einer 5.10er Zeit pro KM

Es war trocken, fast windstill und bei 2 Grad plus durchaus angenehm zu laufen.
Nachmittags noch etwas Fitness und ansonsten werde ich einen gut ausgefüllten Arbeitstag haben.

Sonntag, 7. Februar 2010

Korrektur

Es gibt scheinbar mehrere Seiten von Crossfit.
Ich meinte diese Website.
Sie kommt ursprünglich aus dem militärischen Bereich und stellt extreme Anforderungen in Richtung Ausdauer und Fitness.
Das gibt unheimlich viele Inspirationen, um ein Training neu zu koordinieren und v.a. abwechslungsreich zu gestalten.
Auch, wenn nicht immer Geräte und Hanteln zur Verfügung stehen, lässt sich doch einiges mit Gymnastik austauschen.

Entdeckt! CrossFit!

Juchhuuuu.
Jetzt habe ich die Website wiederentdeckt.
Diese herrliche Kombination aus Ausdauersport und extremer Fitness.

Einfach genial. Vielleicht kann ich das eine oder andere in mein Sommerprogramm integrieren.

CROSS FIT

Sonntagslauf

Klasse, bin wieder um kurz vor Fünf aufgestanden und nach einem kurzen Kaffee gegen 5.30 Uhr gestartet.
3-4 Grad, trocken, minimaler Wind, einfach herrlich.
Genau 20 KM durch Wallstadt, die Feldwege entlang nach Straßenheim, Heddesheim und danach noch eine langgezogene Dorfrunde durch Wallstadt.

Insgesamt 20 KM in 1:57 h.

Danach habe ich das Familienfrühstück zubereitet und mit meiner Frau gefrühstückt. Jetzt gehen wir gleich noch ins Fitness - Studio.

Im März werde ich mir in Brühl die 10 KM Distanz vornehmen und endlich die 45er Schallmauer durchbrechen.
Außerdem werde ich mir im März noch einmal eine Monatsleistung von mehr als 500 KM vornehmen.

Samstag, 6. Februar 2010

06.02.2010

Heute morgen bin ich unspektakuläre 17 KM in 1:40h über die berühmten Wallstädter Feldwege gelaufen.
Tempo war okay. Witterung ja schon fast wieder ein Traum (0 Grad, trocken und v.a. windstill).

Rodgau - die Fotos







So, nun habe ich nicht nur ein entsprechendes Wintermotiv im Blog, sondern auch die Fotos zum harten Wettbewerb. Kerstin sieht doch deutlich entspannter aus.

Freitag, 5. Februar 2010

Endlich...daheim...

Gestern hatten wir in Mannheim gut 8 Grad, so dass alle Schnee - und Eisreste mittlerweile weggetaut sind.
Bahn frei auf meiner 13er Hausstrecke.
Nach dem ordentlichen Powerlauf mit Freund Markus gestern, habe ich mich heute morgen um 5.00 Uhr zu einem Intervalltraining entschlossen.

Runde 1 - 2 KM 6:26 Min.pro KM
Runde 2 - 3 KM 5:16 dto.
Runde 3 - 1 KM 6:09 dto.
Runde 4 - 3 KM 5:14 dto.
Runde 5 - 2 KM 5:54 dto.
Runde 6 - 2 KM 5:05 dto.

Maximale Pace um 4:00 Min. pro KM. Hat richtig Spaß gemacht.
Dennoch bleibe ich dabei, dass ich künftig gerade bei den langsameren Läufen mehr Variationen einbringen will und neue Strecken laufen möchte.

Crazy!

Bin gerade im Rahmen unseres Betriebssports mit meinem Security - Chef M. Pabst kraftvoll durch Weiterstadt "gejoggt".
Der angebliche Anfänger hat bei tollem Wetter, 6 Grad, Sonnenschein richtig Gas gegeben.
Wir sind 9,5 KM in 49.35 Minuten gelaufen, haben also einen ganz ordentlichen 5.15er Schnitt hingelegt.
Gerade zum Schluss haben wir / eher er permanent die Pace erhöht.
Der läuft die 10 KM von Brühl unter 50 Minuten!!!
Tiefer Respekt!!!!

Donnerstag, 4. Februar 2010

As usual...

12,5 KM in 72 Minuten um 5.30 Uhr durch Wallstadt und Feudenheim.
Nothing special today.
Mittags geht es noch einmal in Weiterstadt auf Tour und dann freue ich mich auf die Fotos aus Rodgau.
Ich überlege immer noch, wie die "Extreme Fitness Page" aus den USA heißt.
Eine Mischung aus Gymnastik und Ausdauersport. Fast schon etwas militärisch wirkend. Unglaublich, aber ich komme einfach nicht darauf.

Rodgau - das erste Foto



Kerstin und ich vor dem Start. Da hielt sich der Schneefall noch zurück..., aber 50 KM weiter...

Fremdbericht Rodgau

meine Lauffreundin Kerstin Ehler hat einen so tollen Bericht in Netzathleten.de veröffentlicht, dass ich den hier auch gerne wiedergebe:

Kerstin schreibt:

Das Wetter meinte es gut mit mir. 0°, kein Niederschlag. Optimales Winterlaufwetter. Nur die Laufstrecke hatte es in sich. Nicht das Profil war das Problem, sondern der "Belag". Eisig, teilweise schneebedeckt. Dort wo Eis war, war Split gestreut und man konnte gut laufen. Für mich war eher der Schnee das Problem. Mit jeder Runde wurde der weicher und bei jedem Schritt musste man aufpassen, dass man nicht wegrutscht.
Aber von Anfang an.

Die Startnummerausgabe verlief reibungslos. Ich hatte ein wenig Bedenken, denn Startunterlagen kurz vor dem Lauf holen ist nicht meines. Dazu noch über 1100 gemeldete Starter, ob das nicht Chaos bedeutet. Aber ich hatte binnen zwei Minuten meine Startnummer und konnte zufrieden Richtung Turnhalle zum Warmhalten gehen. Dort traf ich dann auch Marco, meinen Lauffreund aus Mannheim, ebenfalls ein Netzathlet, mit dem ich die 50 Km laufen wollte.
Unsere Marschroute vor ein 6 Minuten Schnitt. Wir waren am Anfang sogar ein bisschen schneller. Meine Bedenken ob der 10 Runden a 5 Km ließ ich schnell fallen, denn die Runde war sehr abwechslungsreich. Start bzw. Ziel, eine Spitzkehre, Versorgungstation, Wendepunktstrecke, freies Feld mit eisigem Wind, Wald mit leichter Steigung, lange Gerade zum Start bzw. Ziel.
Die 2 1/2 Stunden bis zur 25 Km-Marke vergingen dann auch richtig schnell. Km 30 hatten wir bei 2:57 h. Doch langsam wurde die Strecke immer schwerer, denn der Schnee wurde immer tiefer. Das zehrte an meinen Kräften. Bei Kilometer 37 konnte ich mit Marco leider nicht mehr mithalten. Aber es war ausgemacht, dass er getrost weiterlaufen kann, wenn ich das Tempo nicht halten kann. Von Kilometer 35 bis 45 musste ich wirklich kämpfen und verlor einiges an Zeit. In der letzten Runde konnte ich dann doch nochmal ein bisschen Gas geben. Nach 5:06 h kam ich ins Ziel. Zufrieden, auch wenn ich die angepeilte Zeit von 5 h oder drunter nicht geschafft habe. Der Streckenbelag war eine zu große Herausforderung. Und dafür geht die Zeit absolut in Ordnung.

Überlebende der Hölle Rodgau ...

... so darf ich mich laut LaufReport jetzt nennen. Naja, klingt doch sehr dramatisch. Wobei mich noch nie ein Lauf so in seinen Bann gezogen hat. Schon im Vorfeld war ich total auf den Rodgau-Ultra fixiert. Meine größte Sorge war, vorher krank zu werden oder mich zu verletzten. Das kenne ich von keinem anderen Wettkampf.
Warum? Keine Ahnung.
Vielleicht lag es ja daran, dass in Rodgau nicht jeder "Marathontourist" antritt. Und die Ultra-Laufszene ist doch irgendwie ein anderes Völkchen. Die machen den 50er mal so nebenbei, schließlich stehen 100 km, Sechs-Tage-Rennen oder ähnliches an. Man kennt sich ... und ich war mittendrin.
Auch zwei Tage danach hatte mich der Lauf noch im Griff, mental wie körperlich. Noch nie habe so viele Laufberichte gelesen und Bildergalerien angeklickt. Körperlich hatte ich wohl noch nie so viele Probleme während und nach dem Lauf. Das "tiefe Geläuf", wie es so schön heißt, hat ganz schön Kraft gekostet. Schmerzen in der Achillesferse, den Leisten und Knien hatte ich bis dahin noch nach keinem Wettkampf. Mittlerweile sind diese Schmerzen schon wieder weg, ich war auch schon wieder laufen.
Trotz allem war dieser Lauf eine tolle Sache und ich war nicht das letzte Mal in Rodgau dabei. Ein prima Saisoneinstieg, der gleich einiges von mir abverlangt hat.
Und die "Hölle" stelle ich mir anders vor ...

Mittwoch, 3. Februar 2010

Dorfrunde - Variation

Die Wetterlage zwingt mich dazu, mehr als bisher zu variieren.
Die Feldwege waren heute durch das einsetzende Tauwetter spiegelglatt.
Dadurch lief ich verschiedene Wege durch Wallstadt und Feudenheim. Ich entdeckte "neue" (zumindest für mich) Straßen.
Ich habe mir vorgenommen, jetzt öfter mal zu variieren, neue Strecken zu probieren, mehr unterschiedliche Tempoeinheiten zu nehmen, mal Gymnastik einzubauen.
Es gibt eine unheimlich gut gemachte Website aus den USA, die diese fast militärische Ausdauervariante zeigt. Ich werde am Wochenende ein bißchen recherchieren, um diese wiederzuentdecken.
Nun denn, heute bin ich 14 KM in 80 Minuten gelaufen.Ruhig begonnen, leichte und kleine Steigerungen eingebaut, weitestgehend aber auch noch Rücksicht auf meine langsam doch abklingende Erkältung genommen.

Auch noch kurz in Weiterstadt gelaufen - 8 KM in 45 Minuten. Hierbei habe ich notgedrungen auch einmal neue Wege ausprobiert.

Die Einfachheit des Lauftrainings - Andreas Wilhelm Butz

Mein Kommentar dazu - einfach, kurz und hilfreich, gut Laufguru...

Die Einfachheit des kenianischen Trainings
Auf der Seite von German Road Races habe ich einen interessanten Beitrag von Lothar Hirsch gefunden, der das Erfolgsrezept der kenianischen Läufer beschreibt, dort heißt es unter anderem:

„Als Wunder sind die Leistungen der afrikanischen Läufer sicher nicht zu bezeichnen. Ein sportwissenschaftliches Autorenkollektiv der Universität Mailand kommt nach Auswertung vieler unterschiedlicher Untersuchungen, die vorwiegend in den letzten Jahren in Kenia durchgeführt wurden, zu drei praxisorientierten Faktoren, welche die afrikanische bzw. kenianische Entwicklung von der europäischen unterscheiden:
die Praxis des vielen Laufens von Kindheit an

die bessere Fähigkeit, trainingsbedingte Ermüdung auszuhalten und zu verkraften

die Unterschiede in der Trainingsmethodik
Viktor Röthlin (2:07:23 Stunden) ist einer der derzeit führenden Marathonläufer Europas.
Er gewann bei der Europameisterschaft 2006 Silber und wurde bei der Weltmeisterschaft 2007 Dritter.
Der Schweizer trainiert regelmäßig in Kenia mit den einheimischen Läufern. In einem Interview sagte er im Juli dieses Jahres: „Meine Mentalität und meine Art zu trainieren, sind sehr kenianisch. Ich laufe einfach. Ich mach mir keine Gedanken über Zeiten ... Ich werde oft gefragt, was meine größte Stärke ist: Das ist die Fähigkeit, meine Leidensbereitschaft so auszureizen, dass ich im Ziel fast umfalle.“ Was Viktor Röthlin beschreibt, ist analog des an zweiter Stelle aufgeführten Faktors „die bessere Fähigkeit, trainingsbedingte Ermüdung auszuhalten und zu verkraften“ zu verstehen.“
Weiter lesen:
http://www.germanroadraces.de/24-0-8377-die-einfachheit-des-...

Koordinationstraining nach Greif

Peter Greif zum Thema "Koordinationstraining, Trainingsphilosophie, mentale Stärke, Glauben an sich selbst u.v.m.

Hallo und guten Tag liebe Läuferin, lieber Läufer!

Du wirst sicher schon einmal gesehen haben, wenn sich Sportler in Gedanken auf ihren Start vorbereiten.
Besonders gut zu sehen bei Hochspringern vor dem Sprung. Mit scheinbar geschlossenen Augen gehen Sie den nächsten Jump durch. Ihre Bewegungen folgen vorweggenommen dem Ablauf des nächsten Sprungs.

Genaustens gehen die Springer(innen) in Gedanken ihren Sprung durch. Wenn sie sich bei dieser Übung nicht mental die aufgelegte Höhe überqueren, werden Sie sie diese auch in der Praxis nicht überqueren. Auch Skifahrer sieht man sich in Gedanken wiegend die Strecke vor dem inneren Auge herabzufahren.

Berühmte schon ältere Versuche mit Basketballern zeigten auch, das Probanden die Körbe besser trafen, die in ihren Gedanken den Ablauf und Erfolg des Korbwerfen übten, als die jenigen die eine gleiche Anzahl von Versuchen in der Praxis durchführten.

Und was machen Marathoner vor dem Start, in einem Wettkampf mit vielfach höherem Risiko und einem überwältigenden körperlichen Aufwand? Und dies auch noch in einer Sicherheit, diesen Versuch nun in den nächsten vier Wochen nicht noch einmal wiederholen zu können: Sie albern vor dem Start umher und quatschen. Konzentration sieht man ab Reihe 5 nicht mehr.

Viel wichtiger ist es, sich auch vor dem Start zu konzentrieren und sich noch einmal klar zu machen, wie man seine Strecke optimal läuft und wie Fehler zu vermeiden sind. Dann muss man - was ganz besonders wichtig ist - visualisieren, wie man in der angestrebten Zeit glücklich in das Ziel läuft. Aber eines steht über allem: Du musst auch daran glauben, dass du dein Ziel erreichen kann.

Ich selbst mußte während meiner aktiven Laufbahn einmal eine bittere Erfahrungen machen, die daraus resultierte, dass ich nicht daran glaubte ein besonders hoch gestecktes Ziel erreichen zu können. Beim Berlin-Marathon 1985 war ich in einer absoluten Hochform und schon 42 Jahre alt. Und ich sagte mir: Wenn du noch einmal eine Chance haben willst eine 2:19-er Zeit zu laufen, dann an diesem Tage in Berlin.

Innerlich war ich aber nicht davon überzeugt, dass ich diese Zeit auch schaffen könne. Ich müsste nämlich meine damalige Bestzeit über 25 km von 1:23 h auch über 42,2 km glatt durchlaufen. Von meinem 10 km-Rekord von 31:52 min ganz zu schweigen, danach hätte ich sogar niemals eine 2:24 h laufen können.

So sehr ich mich auch stark redete, im Inneren blieben die Zweifel. So hielt ich dann das 3:20 min/km-Anfangstempo auch nur 15 km durch. Als ich bemerkte, dass es nicht mehr locker vorwärts ging, hisste ich sofort die weiße Flagge und lief langsamer.

In anderen Rennen hatte ich schon Ähnliches erlebt, aber nicht aufgesteckt, sondern auf Kampf umgeschaltet. Weil ich genau wußte: "Du kannst es, Peter". Ich weiß noch wie heute welches unangenehme Gefühl dieses Aufstecken mir bereitet. Es kam noch eine gute 2:27 h dabei heraus, aber ich konnte mich keine Sekunde darüber freuen, weil ich mich einfach mental nicht richtig vorbereitet hatte.

Du wirst dich fragen, was diese ganze Sache mit dem Thema Koordination zu tun hat. Eine ganze Menge! Wenn du koordinativ sauber und energiesparend laufen willst, dann brauchst du erst einmal ein Idealbild. Vielleicht kennst du jemand, der effektiv und "schön" läuft. Hast du dieses nicht, dann nimm dir den Laufstil von Haile Gebrselassie zum Vorbild.

Er ist der perfekte Langstreckenläufer. Hier siehst du ihn in einem Zeitlupenvideo. Sein Laufstil ist nahezu perfekt - wie soll es auch anders sein. Besonders auffällig sein Mittelfußaufsatz mit der stark abgekippten Fußaußenseite. Sein Sprung- und auch das Stützbein sind bis zum idealen Winkel gestreckt. Hailes Lauftechnik ist das große Vorbild.

Dein ganzes Streben sollte darauf gerichtet sein ein Idealbild eines Läufers zu erreichen. Dazu musst du auch anfangen, deine Laufbewegungen in Einzelteile zu zerlegen. Diese sind dir sicher bekannt, man nennt sie läuferische Koordinationsübungen oder auch Sprint-ABC. Auf unseren Webseiten findest du ein schon etwas älteres, aber sehr gutes Video zum Sprint-Abc. Mindestens zweimal wöchentlich solltest du in dieser Form üben.

Was du jetzt von dir benötigst ist dein Eigenbild. Jemand muss eine Videoaufnahme in Zeitlupe und Echtzeit von dir machen. Diese schaust du dir an und vergleichst dein Eigenbild mit dem von Haile. Dann beginnst du im Geiste wie er zu laufen. Das machst du, ohne dass du läufsts und auch immer wieder während des Laufens. Das nennt man neuronales Training.

Leider brauchst du aber dazu auch eine Kontrolle. Jemand muss dich filmen und du musst dann immer wieder deine Bewegungen mit dem Idealbild vergleichen. Natürlich kann dich ein erfahrener Trainer(in) auch anleiten, dazu muss dieser kein Langstreckentrainer sein, Sprinttrainer beherrschen die Materie meist sogar besser.

Bei einem beschränkten Zeitbudget darfst du aber nicht dein Lauftraining vernachlässigen, um die Zeit dafür mit Koordinationsübungen zu verbringen.

Bevor du mit den Lauftechnik-Übungen beginnst solltest du dich in einen bestimmten hormonellen Zustand versetzen. Das hört sich etwas komisch an, aber ich erkläre das gleich. Sehr gut beschrieben ist das auch in einem Artikel aus Sport und Training, den ich in Auszügen wiedergeben möchte:

"Die Wahrscheinlichkeit, ein erstklassiger Läufer zu werden, hängt auch davon ab, ob man die spezifischen motorischen Fähigkeiten in frühen Jahren erlernt hat.

Diese motorischen Fertigkeiten entstehen durch die Bildung von neuronalen Schaltkreisen oder "Karten" im Gehirn, die wiederum bestimmte Wachstumsfaktoren benötigen, z. B. das menschliche Wachstumshormon (HGH), um das Wachstum neuer Neuronen (Neurogenese) anzuregen und die neuronalen Schaltkreise der einzelnen Hirnkarten fest zu "verdrahten". Das HGH ist in jungen Jahren in großen Mengen vorhanden, aber bis vor kurzem dachte man, dass die Ausschüttung dieses bei Kindern überreichlich vorhandenen Hormons mit Anfang 20 drastisch abnimmt. Wissenschaftler entdeckten jedoch, wie bestimmte Trainings- methoden die Ausschüttung von HGH und auch andere Wachstumsfaktoren bei Erwachsenen stimulieren.

Die Fähigkeit, eine Bewegung zu erlernen, wird oft auch als "Muskelgedächtnis" bezeichnet. Doch aus physiologischer Sicht ist das eine ungenaue und irreführende Bezeichnung. "Motorisches Gedächtnis" wäre viel treffender. Dieser Begriff verweist nämlich auf den motorischen Cortex und die entsprechenden Regionen des Gehirns, die das "Bewegungsgedächtnis" speichern. Einfach gesagt: "Nicht der Muskel erinnert sich an die Bewegung, sondern das Gehirn."

Das Menschliche Wachstumshormon HGH wir aufgrund seiner vielen wichtigen Eigenschaften auch als "Lebenselixier" bezeichnet. Es steuert beispielsweise die Konzentration von chemischen Botenstoffen im Gehirn (Neurotransmitter) und kurbelt die Produktion vieler Wachstumsfaktoren an. HGH wirkt auf den Kern der Zellen, in dem es die Gene einschaltet, die für das Wachstum von Neuronen zuständig sind, und die Verdrahtung von neuronalen Schaltungen für die Hirnkarten anregt. Und genau dieser Vorgang ist erforderlich, damit Sie die notwendigen Hirnkarten zum Erlernen neuer motorischer Fertigkeiten bilden können.

HGH wird in der Hypophyse gebildet und dann ins Blut ausgeschüttet. Mit zunehmendem Alter nimmt die HGH-Menge ab und macht bei Männern und Frauen mittleren Alters schließlich nur noch 10% der Menge aus, die in der Kindheit vorhanden war. Neue wissenschaftliche Untersuchungen kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass ein hochintensives Intervalltraining zu einem deutlichen Anstieg an HGH führt. HGH bleibt normalerweise nur für wenige Minuten im Blutkreislauf.

Doch schon ein kurzes Sprinttraining kann dafür sorgen, dass die Hormonkonzentration 4 Stunden erhöht bleibt. Ein zusätzliches hochintensives 30-Sekunden-Intervall beim Laufen, Radfahren, Schwimmen oder an der Herz-Kreislauf-Maschine steigert die Konzentration des menschlichen Wachstumshormons sogar bis zum 6-Fachen".

Auf einige wichtige Punkte muss man beim Erwerb einer Fähigkeit und der Bildung neuer motorischen Karten allerdings achten. Die 1. wichtige Regel ist die, dass man Übung, Beharrlichkeit und Geduld haben muss.

Es ist ein weit verbreiteter Mythos, dass alle Elitesportler "von Natur aus begabt" seien. Natürlich haben wir alle unterschiedliche Anlagen, und manche Leute haben eine genetische Prädisposition, die ihnen die Ausführung bestimmter Sportarten erleichtert.

So besitzen z. B. manche afrikanischen Elite-Langstreckenläufer einen vergleichsweise höheren Anteil an Slow-Twitch, d. h. langsam kontrahierenden Muskelfasern. Sie verfügen daher über eine größere Ausdauerfähigkeit.

Aber die allein sind nicht ausschlaggebend für unsere Entwicklung. Es kommt in hohem Maße darauf an, wie wir oder andere sie stimulieren und was wir daraus machen."

In der Praxis bedeutet das, dass du, bevor du mit den Koordinationstraining beginnst, 2 - 4 h vorher ein Intervalltraining absolvieren solltest. Dadurch wird die Produktion von HGH stimuliert, das iniziert die Anlage einer neuen Hirnkarte, auf der die neu zu lernende Bewegung abgelegt wird.

Leider geht diese Empfehlung an der Trainingspraxis vorbei. Wir sind alle Freizeitläufer und wir werden kaum in der Lage sein, 2 - 4 h nach einem Tempolauf noch einmal mit einem Koordinationstraining zu starten.

Was aber für uns ein Weg ist, dass wir nach unseren Tempoläufen noch ein Koordinationstraining anschließen. Auch das wird schwer durchzusetzen sein. Es ist möglich, aber die inneren Widerstände gegen solche Maßnahmen werden groß sein.

Ich sehe schon meine Jung's von der Bahn verschwinden, wenn nach 3 x 4000 m noch ein Koordinationstraining angesagt wird. Dann haben plötzlich alle etwas Wichtiges vor. Vom Geburtstag, über Kinderhüten bis zur anstehenden Versammlung wird dann alles aufgeführt.

Wir werden innerhalb unserer Trainingsgruppe mal beim Bier darüber sprechen. Da auch Sprints allein schon ein hervorragendes Koordinationstraining sind, werden wir versuchen nach dem Tempotraining noch fünf - sechs Sprints über 50 - 80 oder die gleiche Anzahl von 100 m-Steigerungen zu absolvieren. Hierbei wird ja wie beschrieben auch noch HGH produziert.

Wir sollten nicht vergessen, dass das HGH auch grundsätzlich aufbauend auf Knochen, Muskel und Leber wirkt. Und dann werde ich noch einfließen lassen, dass es auch anabol auf die sexuelle Potenz wirken soll. Das stimmt zwar nicht, aber ich werde begeisternde Zustimmung bekommen.

Das werden wir schon hin bekommen mit den Sprints. Den mittleren Aufstand werde ich mit dieser kleinen Notlüge sicher deutlich mildern können. Ich werde darüber berichten.

Dienstag, 2. Februar 2010

02.02.2010

Ich habe die Nacht mit Socken und dicken Pullover verbracht und einen Teil meiner Erkältung ausgeschwitzt.
Heute morgen ging es mir gleich wieder besser und so bin ich ab 5.30 Uhr quer durch Wallstadt und Feudenheim gelaufen.

11 KM in 1:05h mit einigen Steigerungen.

Absichtlich nicht über die Feldwege, denn ich wollte dieses Mal auf nasse Füße verzichten.

Gleich gucke ich mir die Rodgauer Fotos an. Ich bin schon sehr gespannt.

Mittags gehe ich noch eine intensive Stunde ins Fitness - Studio trainieren und abends halte ich Rede Nr.11 bei Toastmasters (Management - Reden, Schwerpunkt "Briefing").

01.02.2010

Not so bad.
Samstag 50 KM, gestern 18 KM und heute trotz leichter Erkältung und laufender Nase 8 KM in Weiterstadt unterwegs gewesen.
Meine Regeneration verläuft wirklich flott!!!!
Anfänglich sehr langsam, zumal mein Freund der "Bremsfaktor" Schnee ca. 10 cm hoch lag, dann aber flotter.
Unter dem Strich 46 Minuten für 8 KM war okay.
Ich habe immer wieder leichte Steigerungen eingebaut, so dass ich ganz zufrieden war.
Wie sagt schon mein Lauffreund Gerhard (Super - Ultra):

"Nur die Harten kommen in den Garten, die Zarten werden ewig davor warten!"

Übrigens, ein Grund zu feiern:

Seit 1999 bin ich jetzt 20 Marathons und Ultras gelaufen, Rodgau war der Jubiläumslauf! I am a bit proud! Great!

Montag, 1. Februar 2010

Heini Langlotz Lauf - Brühl bei Mannheim

So, nun habe ich mich angemeldet.
Am 14.03.2010 werde ich in Brühl bei Mannheim versuchen, meine persönliche 10 KM Schallmauer von 45 Minuten endlich zu knacken.
Die Strecke eignet sich hervorragend, weil sie schnell und flach ist.
Außerdem ist das Rennen gut organisiert.
Das Starterfeld ist wie bei guten Marathons bereits nach Bestzeiten eingeteilt, so dass das obligate Gerangel während der ersten 2 KM entfällt.